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die erste Nacht auf Kolding City Camp

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Der Hafen von Faaborg

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die etwas andere Parkbank

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Faaborg City

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Stellplatz direkt am Meer - Marina Fjellebroen

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Anja findet die einzige Muschel am Strand

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Frühstück mit Blick aufs Meer - Fjellebroen

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Ein Parkplatz gleich neben dem Wahrzeichen - Der Gänseturm von Vordingborg

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Stellplatz auf dem Kai - Marina Bogo

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Emmas Blick aus dem Küchenfenster

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Die Mühle von Bogo By

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Sonnenuntergang zur rechten Seite

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Mondaufgang zur linken Seite

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Am Mons Klint - dem Kreidefelsen

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Sonne genießen - Mons Camping Harbolle Strand

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Brandung an der Ostsee

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Stellplatz Mons Camping

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Letzte Runde an der Ostsee

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Blick von der Fähre auf den Hafen von Aarhus

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Snickers neuer Schlafplatz

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Stellplatz DCU Camping Lyngvig Strand

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Am Nordseestrand bei Camping Lyngvig

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Blick über Lyngvig Strand

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Stellplatz Vejers Strand Camping

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Absperrung zum Truppenübungsplatz (Schießmännchenland)

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Der Strand bei Vejers

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Der rote Ball ist gehisst - kein Zutritt, es gibt Schießübungen

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was ist das - ein herrenloser Snickers

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Vejers Strand darf man mit dem Auto befahren

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Kennt ihr das nicht auch? Wenn die ersten Sonnenstrahlen die Natur wachküssen, vor den Bau- und Gartenmärkten die Frühlingsblumen angeboten werden – dann erwacht auch das Camperherz. Wenn es dann langsam auf die Osterzeit zugeht, muss der Camper das Mobil auswintern und es werden die ersten Reispläne des Jahres gemacht. So war das auch in diesem Jahr wieder. Irgendwann wurde Emma von ihrer Winterplane befreit, es wurde gereinigt und alles auf Funktion geprüft und einsatzfähig gemacht.

Dann ist es so weit, Emma ist einsatzbereit und es geht los. Der grobe Plan legt die Ostseite von Dänemark mit den Inseln als Ziel fest. Wir fahren eine große Etappe über die A1, passieren den Elbtunnel ohne Probleme, wechseln auf die A7 und fahren über die dänische Grenze bis Kolding. Dort bleiben wir die erste Nacht bei Kolding City Camp. Der Platz wurde 2023 eröffnet. Demnach ist alles modern und schön. Für 20 € ist alles inklusive. Spazieren gehen mit den Hunden ist kein Problem. Man hört zwar ein leichtes Rauschen von der Autobahn, stören oder gar schlafraubend ist das allerdings nicht. Sollte das Büro nicht besetzt sein, findet man den Verwalter in dem großen Wohnwagen links oben am Waldrand.

Am nächsten Morgen geht es weiter. Wir sperren die Autobahnen im Navi und fahren auf die Insel Fünen. Wir bleiben an der Südküste und schauen uns das Städtchen Faaborg an. Die Innenstadt gefällt uns gut. In einer Fischräucherei am Fährhafen kaufen wir Räucherlachs - sehr lecker. Dann suchen wir uns einen Stellplatz und finden einen Platz direkt am Meer in der Marina von Fjellebroen. Es gibt Platz für 6 Mobile, ein Platz ist belegt, also fast die freie Auswahl. Das Sanitär ist im Clubhaus des Jachtclub, zwar alt, aber sauber. Für die Nacht werden 20 € fällig, die man in einem Briefumschlag in den dafür vorgesehenen Briefkasten versenkt. An der Marina führt ein Küstenwanderweg vorbei, so dass es kein Problem ist, die Hunde auszuführen. Die Elektrik ist etwas schwachbrüstig. Unserer Senseo Kaffeemaschine oder der Föhn auf kleiner Stufe löst die Sicherung aus.

Nach stürmischer, regnerischer Nacht fahren wir weiter auf die Insel Langeland. In Spodsbjerg parken wir am Hafen und machen eine kleine Stadttour. Anschließend nehmen wir die Fähre nach Tars auf der Insel Lolland. Die Fahrt dauert 45 Minuten und kostet 443 DKK, etwa 60 €. Als wir von Bord rollen, regnet es in Strömen. Wir nehmen den direkten Weg nach Maribo und checken bei Maribo Sø¸ Camping ein. Für 285 DKK, etwa 38 €, gibt es auch ein geheiztes, sauberes Waschhaus. Der Platz liegt direkt an einem Naturpark, wo man z.B. Seeadler bewundern kann. Gassirunden sind kein Problem. Im Sommer gibt es hier wohl ein Mückenproblem, bei 8 Grad Außentemperatur ist das für uns kein Thema. Die City ist fußläufig erreichbar.

Nach Morgenrunde, Frühstück und Hausputz geht es Richtung Vordingborg, natürlich ohne Autobahnen. Dort angekommen bekommen wir gleich neben dem Wahrzeichen, dem Gänseturm, einen Parkplatz. Das geht bestimmt nur in der Vorsaison. Wir machen ein kurzes Kulturprogramm und umrunden den Gänseturm mitsamt der alten Stadtmauer. Dann fahren wir auf die Insel Møn. Unser Nachtlager schlagen wir im Hafen von Bogø (Bogø By, 593 Grønsundvej) auf. Da die eigentlichen Stellplätze mit Booten belegt sind, stehen wir direkt am Kai. Bei Sonnenschein ein super Platz. Wie häufig in Häfen ist das Sanitär alt, aber sauber. Die Nacht kostet uns inklusive Strom 100 DKK, also etwa 13,50 €. Das Highlight der Tour ist der Sonnenuntergang am Kai und der Mondaufgang zur gegenüberliegenden Seite. Auf dem Gelände gibt es auch eine Bäckerei. Leider hat diese noch geschlossen.

Am Morgen machen wir einen Ausflug zum Kreidefelsen - Møns Klint. Nach einem Spaziergang im Naturschutzgebiet machen wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz. Nun merken wir, dass wir für einige Campingplätze und Stellplätze in den Häfen zu früh unterwegs sind. In den Marinas blockieren die auf dem Trockenen liegenden Boote die Stellflächen für die Camper. Bei einigen Campingplätzen beginnt die Saison erst im April oder später. Also landen wir bei Møn Camping Harbølle Strand, einem Naturcampingplatz direkt hinter den Dünen. Wir suchen uns einen Platz in Meer Nähe und bleiben für zwei Tage. Wir genießen den Sonnenschein, sitzen in Winterjacke vor dem Mobil und wärmen uns am heißen Kaffee. Das Sanitär ist einfach, aber sauber. Der Besitzer sind supernett und kassiert morgens die Stellplatzgebühr bei einem Rundgang über den Platz. Mit 215 DKK pro Nacht sind wir dabei. Die Gassirunden drehen wir am Strand.

Nach der Morgenroutine geht es Richtung Kopenhagen. Die Etappe ist etwa 100 km lang und führt uns an Bogø vorbei, wo wir uns, in der nunmehr geöffneten Bäckerei, mit frischem Brot versorgen – superlecker. Wir nehmen die Autobahn bis Kopenhagen und versuchen uns einen Überblick in der City zu verschaffen. Das missling gewaltig und wir landen mit Emma, in einem Einbahnstraßen-Labyrinth, mitten in der Fußgängerzone. Unter der Verwunderung der Passanten entkommen wir nur durch eine etwa 50m lange Fahrt durch die Fußgängerzone und durch das Passieren einer Einbahnstraße in verbotener Richtung. Danach ist unser Bedarf an Sightseeing gedeckt. Wir nehmen Kurs auf Fredensborg Camping. Der Platz ist für Wohnmobile nur bedingt tauglich. Der Großteil des Platzes ist von Dauercampern belegt. Ganz am Ende des engen Platzes sind dann einige Plätze für Touristen. Mit 285 DKK inklusive Strom sind wir dabei. Es gibt zwei Waschhäuser, wovon nur eines beheizt ist. Bei 10 Grad Höchsttemperatur ist das sehr sportlich. Dafür gibt es eine gute Beschreibung für die Gassirunde, die wir in strömendem Regen absolvieren. Den restlichen Tag kämpfen wir mit der Feuchtigkeit im Wagen.

Am nächsten Morgen lacht die Sonne vom Himmel. Wir packen unsere sieben Sachen und fahren zur Küste. Über Hornbaek, Gilleleje geht es nach Hundested. Dort nehmen wir die Fähre nach Rørvig, wo wir eine Nacht bei DCU Camping Rørvig einchecken. Es ist ein großer Platz mit über 200 Plätzen und er bietet allen Komfort. Das Sanitär ist neu und überhaupt macht der Platz einen sehr gepflegten Eindruck. Der Komfort hat seinen Preis, die Nacht kostet etwa 52 €. Es ist Karfreitag und damit Hochsaison. Die Dänen haben von Gründonnerstag bis Ostermontag frei – zumindest die meisten. Die Geschäfte und Schulen sind geschlossen. Wir überlegen, wie unsere Tour weiter gehen soll. Wir beschließen für den nächsten Tag ein Ticket für die Fähre nach Aarhus zu buchen. Mit 849 DKK sichern wir uns einen Platz für die eineinhalbstündige Überfahrt.

Gesagt - getan, nach der Morgenroutine checken wir aus, drehen noch eine Hunderunde am Strand und fahren dann etwa 30 km nach Ydery Lyng. Dort nehmen wir die Fähre nach Aarhus. Wir rollen pünktlich von Bord und weil das Wetter es gerade nicht so gut mit uns meint, fahren wir die ca. 140 km lange Strecke nach Hvide Sande über die 15. Wir checken bei DCU Lyngvig Camping für zwei Tage ein. Der riesige Platz hat noch jede Menge Plätze frei. Hier, an der Nordseeküste, trifft man auch wieder vermehrt auf deutsche Urlauber. Den Platz kennen wir schon, wir waren 2018 schon einmal hier. Auf dem riesigen Areal direkt in und hinter den Dünen gibt es etwa 900, großzügige Stellplätze. Die Sanitärhäuser sind modern und sauber. Man hat mittlerweile auch begonnen, die Plätze zu nummerieren, so dass man auch im Voraus einen Platz buchen kann. Das gab es 2018 noch nicht. Auch die Elektroanlage wurde weiter modernisiert. Lange Anschlusskabel sind hier jedoch nach wie vor ratsam.

Wir machen heute Reisepause, wandern zum Leuchtturm, Spazieren am Strand und sitzen sogar am Nachmittag eine halbe Stunde in der Sonne, länger ist es bei 8 Grad nicht zu ertragen. Wir sind uns einig, uns gefällt es an der Nordseeküste besser. Die Ostseeküste hatte auch ihre Reize, aber uns treibt es gerne wieder zur Westküste. Morgen geht es weiter nach Vejers Strand.

Wie geplant brechen wir am nächsten Mittag auf. Unser Ziel ist Vejers Strand Camping. Auf dem Weg dorthin legen wir in Bjerregard noch eine Pause ein und drehen eine vertraute Runde mit den Hunden durch die Dünen. Als wir die Tour fortsetzen beginnt es zu regnen. Vejers Strand Camping zählt für uns zu den schönsten Campingplätzen in Dänemark. Er liegt etwas abseits der Stadt in den Dünen, direkt am Meer. Die Parzellen sind groß und komfortabel. Auf den meisten Parzellen gibt es Strom und Wasser aus der Servicesäule. Es gibt auch Stellplätze, die nur mit Allradfahrzeugen erreichbar sind. Von dort hat man eine tolle Aussicht. Die Sanitäranlagen sind modern und sehr sauber. Es bleiben keine Wünsche offen. Aber das Beste am Platz ist die Lage in den Dünen. Es gibt keine Zäune, sondern man kann direkt über unzählige kleine Wege zum Meer. Der Strand kann in diesem Abschnitt auch befahren werden. Man kann also mit dem Wohnmobil zum Strand fahren und dort den ganzen Tag verbringen. Gut, Anfang April bei strömendem Regen, spielt das sicher keine Rolle, aber bei Sonnenschein ist das schon eine feine Sache. Der Platz ist nicht billig. Wir fallen mit unserem Aufenthalt in die billigste Nebensaison D. Der Preis pro Tag beträgt für zwei Personen mit Hund 45 €. Der einzige Wermutstropfen ist für manchen der angrenzende Truppenübungsplatz. Das Gebiet liegt zwischen Vejers und Blavand. Schießübungen mit Panzern oder Kanonen bleiben nicht ungehört. Für uns hält sich die Belästigung allerdings in Grenzen.

Am nächsten Morgen regnet es immer noch und es wird auch bis zum Abend nicht besser. Bei den Hunderunden am Morgen und am Mittag werden Mensch und Tier gut durchgewässert. Um nicht den ganzen Tag im Mobil zu sitzen, fahren wir am Nachmittag nach Blavand, zum shoppen. Wir finden sogar für jeden eine neue Jacke. Am Abend gibt der Regen endlich auf.

Der neue Tag beginnt mit Sonnenschein bei 2 Grad. Dick verpackt drehen wir unsere Hunderunde durch die Dünen. Heute wird auf dem Truppenübungsplatz trainiert. Die roten Kugeln sind hochgezogen. Ab und zu hört man ein paar Schüsse. Am Nachmittag laufen wir am Strand - die "Schießmännchen" sind immer noch aktiv. Nach dem gestrigen Regentag tut etwas Sonne echt gut. Wir bleiben einen weiteren Tag in Vejers bevor wir uns am Nachmittag auf den Heimweg machen.

Fazit:

In den zwei Wochen haben wir uns gut erholt. Auch wenn das Wetter nicht immer toll war, haben wir die Reise genossen. Dänemark ist immer eine Reise wert.